Foto: Irina Tischer
Berlin (kobinet)
Fortuna lächelt , doch sie mag nur ungern beglücken. Schenkt sie uns einen Sommertag, so schenkt sie uns auch Mücken.
Berlin (kobinet)
Fortuna lächelt , doch sie mag nur ungern beglücken. Schenkt sie uns einen Sommertag, so schenkt sie uns auch Mücken.
KÖLN (kobinet)
Der Rollstuhlbasketball-Club RBC Köln 99ers e.V. ist auch in diesem Jahr Ausrichter und Veranstalter des inzwischen renommierten CBH Rechtsanwälte Nations Cup Cologne, der vom 20. bis zum 23. August 2026 in der Halle am Bergischen Ring . Im Teilnehmerfeld befinden sich dann die Damen- und Herrenteams aus Deutschland, Spanien, Großbritannien, Niederlande und Kanada. Die Teams nutzen das Kölner Turnier zur Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft im kanadischen Ottawa. In diesem Jahr haben wir erstmalig die Schiedsrichterbesetzung für unser renommiertes Turnier mit dem europäischen Verband IWBF-Europe organisieren können und bieten somit auch den Schiedsrichtern, eine hochwertige Vorbereitung an. Mit den niederländischen Damen haben wir die amtierenden Europa- und Weltmeisterinnen und Paralympics-Siegerinnen zu Gast. Das Team ist seit Jahren an der Weltspitze und gilt auch in diesem Jahr als Favorit auf den Titel in Ottawa. Im Herrenwettbewerb ist dann ebenfalls die Weltspitze zu Gast. Spanien kommt als amtierender Europameister an den Rhein. Großbritannien als Vize Europa- und Weltmeister. weitere Informationen und der Spielplan sind im Internet nachzulesen.
Kassel (kobinet)
„Ich will Raus – von der Exklusion zur Inklusion – Lesung und Diskussion“, so lautet der Titel einer Veranstaltung mit Ottmar Miles-Paul und Sabine Lohner mit einer Lesung aus dem Reportage-Roman „Ich will raus: von der Exklusion zur Inklusion“, die am 21. August 2026 von 16.00 – 18.00 Uhr im großen Saal des Kuluturzentrum Schlachthof, Mombachstraße 10-12, in Kassel stattfindet. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Festival für politische Bildung, Aufklärung und Sensibilisierung in Kassel statt, das unter dem Titel „Nach dem Rechten Sehen“ vom 20. – 23. August 2026 im Kasseler Kulturzentrum Schlachthof durchgeführt wird.
Dresden (kobinet)
Am 20. August 2026 eröffnet das Antidiskriminierungsbüro Sachsen feierlich die neuen Räumlichkeiten der Regionalstelle Dresden in der Zirkusstraße 8 in 01069 Dresden. Die Gäste erwarten neben einem Grußwort von Uta Leupolt, Referatsleiterin Antidiskriminierung im Sächsischen Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, Einblicke in unterschiedlichen Arbeitsbereiche. In den neuen Räumlichkeiten sind die Antidiskriminierungsberater*innen, das Bildungsteam sowie die Netzwerk-Koordinatorin erreichbar. „Wir sind froh, dass in unseren neuen Räumlichkeiten nun alle Dresdner Mitarbeitenden einen gemeinsamen Ort haben. Die geballte Expertise der Kolleg*innen in unseren unterschiedlichen Arbeitsbereichen kann hier ihre ganze Kraft entfalten. Hinzu kommt, dass wir mit einem zweiten Beratungsraum dem gestiegenen Fallaufkommen begegnen können“, so Arezu Braun, Teil der Geschäftsführung des Antidiskriminierungsbüro Sachsen.
FRECHEN (kobinet)
Für die deutsche Para Judo-Nationalmannschaft steht vom 14. bis 16. August 2026 ein echtes Highlight an: die Europameisterschaften im SNP dome in Heidelberg. Für die Titelkämpfe vor heimischer Kulisse hat Bundestrainerin Carmen Bruckmann ein junges und ambitioniertes Team nominiert – bis zu drei Medaillen sind das Ziel für die talentierte Auswahl. Am ersten Tag der Titelkämpfe hat Isabell Thal (J2 -60 kg) die Silbermedaille gewonnen, Vanessa Wagner (J1 -52 kg) sicherte sich überraschend Bronze. Für das Team von Bundestrainerin Carmen Bruckmann war es somit ein erfolgreicher Start in die Heim-EM.
Frankfurt (kobinet)
Seit fast 28 Jahren bietet pro familia in Frankfurt, als erstes in Deutschland, eine barrierefreie gynäkologische Sprechstunde für Frauen mit Behinderung an. Das Angebot beinhaltet eine frauenärztliche Grundversorgung sowie Raum für alle Themen rund um sexuelle Gesundheit und Familienplanung. Um das Angebot kennenzulernen lädt pro familia am Dienstag, den 1. September 2026, von 14:00 bis 18:00 Uhr in die Palmengartenstraße 14, 60325 Frankfurt zu einem Tag der offenen Tür ein.
Kontakt & Weitere Informationen:
E-Mail: [email protected]
Telefon: +49 69 90744744
Berlin (kobinet)
Die „Woche des Sehens“ findet auch im Jahr 2026 wieder vom 8. bis zum 15. Oktober statt – und das bereits zum 25. Mal. Die Aktionswoche informiert in zahlreichen Veranstaltungen über Blindheit, Sehbehinderung und Augengesundheit in Deutschland wie auch in den ärmsten Ländern der Welt. Seit der ersten Ausgabe im Jahr 2002 hat sich dank engagierter Partner und der Unterstützung durch die Aktion Mensch eine moderne, multimediale Flächenkampagne entwickelt, die mit ihren Veranstaltungen, der Berichterstattung dazu sowie über Social Media jährlich ein Millionenpublikum erreicht, wie es in einer Presseinformation heißt.
DÜSSELDORF (kobinet)
Angesichts angespannter Haushalte warnt der VdK Nordrhein-Westfalen eindringlich davor, bei der Inklusion den Rotstift anzusetzen. Damit teilt der Verband die Position von Jürgen Dusel, dem Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, in einem aktuellen STERN-Interview. VdK-Präsident Horst Vöge betont: „Menschen mit Behinderung dürfen nicht die Leidtragenden von Sparmaßnahmen sein. Künftige Haushalte müssen einen verbindlichen Rahmen für mehr Teilhabe schaffen. Das Ziel muss eine barrierefreie Gesellschaft sein – davon sind wir jedoch noch weit entfernt, zum Beispiel beim Wohnungsbau, im öffentlichen Nahverkehr, in Behörden, bei der Gesundheitsversorgung oder beim Zugang zu Bildung und Arbeit.“
ERFURT (kobinet)
Der Thüringer Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, Dennis Petschner, hat sich zum Entwurf des Ersten Gesetzes zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe geäußert, den das Bundeskabinett beschlossen hat. Petschner fordert Nachbesserungen, um die Belange von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen stärker zu berücksichtigen. Aus Sicht des Thüringer Landesbeauftragten verfehlt das geplante Vorhaben nach dem Entwurf eines Ersten Gesetzes zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe in seiner jetzigen Form jedoch die entscheidenden Ziele. Statt den Alltag von betroffenen Familien spürbar zu erleichtern und bürokratische Hürden für alle Seiten abzubauen, drohen bestehende Barrieren in den Behördenstrukturen weiter verfestigt zu werden.
Berlin (kobinet)
„Die geplante Regelung gefährdet das Recht von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen auf eine bedarfsgerechte und selbstbestimmte Teilhabe sowie chancengleiche Bildung – und macht sie einmal mehr abhängig von den Ressourcen ihrer Eltern!“ Mit diesen klaren Worten hat sich der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, zum am 12. August 2026 im Bundeskabinett beschlossenen Gesetzentwurf zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe auf Facebook zu Wort gemeldet. Jürgen Dusel kritisiert u.a. dass der Gesetzentwurf, der nun im Deutschen Bundestag beraten wird, Änderungen bei der Eingliederungshilfe vorsieht: „Künftig sollen infrastrukturelle Gruppenangebote in Kitas und Schulen zum Regelfall werden. Individuelle Hilfen wie Schulbegleitung bleiben zwar weiterhin möglich. Familien müssten jedoch nachweisen, dass die vorhandenen Angebote den Bedarf ihres Kindes nicht decken – die Beweislast läge nun also bei ihnen.“
Köln (kobinet)
Förderungen, die in den letzten 30 Jahren mühsam für wichtige Angebote von Menschen mit Behinderungen für Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen erkämpft wurden, werden derzeit in vielen Bereichen reduziert, so auch in Köln, wo das Zentrums für selbstbestimmtes Leben (ZsL) Köln seit Jahrzehnten gut in der Stadt verankert ist und nun eine Petition gegen die geplante Streichung der Zuschüsse durch die Stadt Köln gestartet wurde. „Wenn die Stadt Köln dem ZsL Köln die Gelder streicht, streicht sie nicht einfach die Förderung eines Projekts, sondern gefährdet das Überleben eines ganzen Beratungszentrums für Inklusion und Teilhabe in Köln. Dieses Zentrum bedeutet mehr als nur ein Ort der Beratung und der politischen Selbstvertretung – es ist ein Ort der Solidarität, der Unterstützung und des Fortschritts für behinderte Menschen und ihre Angehörigen in unserer Stadt. Über viele Jahre hinweg aufgebautes Wissen, wertvolle Netzwerke und gelebte Expertise dürfen nicht einfach ausgelöscht werden“, heißt es im Text zur Petition für den Erhalt der Förderung und des ZsL Köln.
Gera (kobinet)
Wie können Menschen mit Behinderungen digitale Angebote so nutzen, dass sie wirklich selbstbestimmt unterwegs sind – ohne ständig über Barrieren zu stolpern oder ausgeschlossen zu werden? Und was braucht es eigentlich, damit man sich in diesen Räumen nicht nur zurechtfindet, sondern auch sicher fühlt, die eigenen Grenzen wahren kann und im Ernstfall weiß, was zu tun ist? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Workshop von Andrea Grassow, stellvertretende Geschäftsstellenleiterin der LIGA Selbstvertretung Thüringen, im Rahmen der 3. Regionalkonferenz „Barrierefreie Kommunikation im digitalen Zeitalter“ am 9. September 2026 in Gera. Unter dem Titel „Digitale Räume sicher, respektvoll und barrierefrei nutzen“ wird Andrea Grassow gemeinsam mit den Teilnehmenden ganz konkret auf den digitalen Alltag schauen. Denn klar ist: Digitale Barrierefreiheit hört nicht bei einer zugänglichen Website auf, wie es in der Veranstaltungsankündigung heißt.
MÜNCHEN (kobinet)
Der Bayerische Arbeitsmarktfonds (AMF) fördert vier Projekte in Oberbayern mit insgesamt rund 420.000 Euro. Die Projekte richten sich an Menschen mit besonderen Hürden auf dem Arbeitsmarkt, darunter Frauen mit Migrations- oder Fluchterfahrung, junge Erwachsene mit Autismus oder Lernbeeinträchtigungen sowie benachteiligte Jugendliche. Bayerns Arbeitsministerin Ulrike Scharf betonte: „Alle Menschen in Bayern haben faire Chancen auf Teilhabe und beruflichen Erfolg verdient. Deshalb fördern wir mit dem AMF Projekte für Menschen, die auf dem Arbeitsmarkt besonderen Unterstützungsbedarf haben.“ Die geförderten Vorhaben in Oberbayern zielten darauf ab, Teilhabe zu ermöglichen und neue berufliche Perspektiven zu eröffnen. „Mit dem AMF fördern wir Talente und sichern Fachkräfte. Der Wirtschafts- und Arbeitsstandort Bayern wird so gestärkt“, so Scharf.
Bad Kreuznach / Münster (kobinet)
Nach einer erfolgreichen Auftaktveranstaltung im Mai 2026 setzt das Frauencafé 2.0 des Zentrum für Selbstbestimmtes Leben (ZSL) in Bad Kreuznach seine Veranstaltungsreihe fort. Im August und Oktober 2026 erwarten die Teilnehmerinnen erneut informative Angebote, die Frauen mit Behinderung in ihrem Alltag stärken und den Austausch untereinander fördern. Bei einer weiteren Veranstaltung für behinderte Frauen lädt das „Netzwerk Frauen und Mädchen mit Behinderung/chronischer Erkrankung NRW“ am 18. August 2026 von 16:00 bis 18:00 Uhr zu einem Zoom-Meeting ein mit dem Thema: „Lohnt sich Arbeit und Qualifizierung für Frauen mit Assistenbedarf noch? Geplante Einsparungen in der Eingliederungshilfe und ihre Folgen für Frauen“. Hierfür endet die Anmeldefrist am 14. August 2026.
BERLIN (kobinet)
Eine vierköpfige Delegation des Allgemeinen Behindertenverbandes in Deutschland „Für Selbstbestimmung und Würde“ e.V. (ABiD) und des ABiD-Instituts Behinderung & Partizipation e.V. (IB&P) besuchte im Juni 2026 auf Einladung der Belarussischen Gesellschaft für Menschen mit Behinderung (BelOI) zum Erfahrungsaustausch die Sädte Minsk und Witebsk (belarussisch: Wizebsk). Seit fast zwei Jahrzehnten besteht die Zusammenarbeit zwischen ABiD und BelOI. Im Jahr 2023 haben beide Dachverbände sowie das IB&P einen neuen Vertrag in Minsk unterzeichnet. Die Kooperationsvereinbarung sieht die Durchführung gemeinsamer Veranstaltungen und Projekte in den Bereichen Kultur, Sport und Rehabilitation sowie den Austausch von Erfahrungen und Informationen zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention vor.
Stuttgart (kobinet)
Anlässlich seiner Sommertour besuchte Ministerpräsident Cem Özdemir am 12. August 2026 den Nachbarschaftstreffpunkt Kupfer von Ausweg Rhein Neckar e.V. in Mannheim. Die Mitgliedsorganisation des Paritätischen Landesverbands Baden-Württemberg setzt sich für Menschen ein, die von Armut und gesellschaftlicher Ausgrenzung betroffen sind.
BERLIN (kobinet)
Am 12. August 2026 befasste sich das Bundeskabinett mit dem Ersten Kinder- und Jugendhilfestrukturreformgesetz. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) unterstützt das Ziel, Hilfen für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen unter dem Dach der Kinder- und Jugendhilfe zusammenzuführen. Gleichzeitig kritisiert der Verband, dass die Reform den Schwerpunkt von einer inklusiven Lösung hin zu einem kostenorientierten Umbau des Hilfesystems verschiebe.
BERLIN (kobinet)
Der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. (BSK) fordert die Abschaffung der gesetzlichen Zuzahlungen für Hilfsmittel. Durch das im Juli 2026 beschlossene GKV-Spar- und Beitragssatzstabilisierungsgesetz wurden diese Zuzahlungen erhöht, was eine bedarfsdeckende Hilfsmittelversorgung gefährde, so der Verband. Menschen mit Behinderungen dürfe die Anschaffung notwendiger Hilfsmittel nicht aus finanziellen Gründen verwehrt werden.
Bad Segeberg (kobinet)
Die aktuelle Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) mit dem Titel „Freiheit fängt mit Vertrauen an“ ist eine Hommage an einen Herzensmenschen – die Mutter Marie-Josée des IGEL-Podcast-Machers Sascha Lang. In dieser sehr persönlichen Episode nimmt er Abschied von diesem Herzensmenschen und beschreibt, wie seine Mutter ihn nach seiner Erblindung unterstützt, aber nicht überbehütet hat, wie es in der Ankündigung des Podcast heißt.
Dresden (kobinet)
In Sachsen gibt es nach Informationen des Nachrichtendienstes AD HOC NEWS insgesamt 8.860 Betriebe, die unter die Beschäftigungspflicht schwerbehinderter Menschen fallen. „Davon beschäftigt mehr als jedes vierte Unternehmen – insgesamt über 2.100 Betriebe – aktuell keine schwerbehinderten Menschen. Weitere 36 Prozent der sächsischen Firmen erfüllen die gesetzliche Vorgabe lediglich teilweise“, heißt es in dem Bericht. Während Österreich nun erstmals Daten veröffentlicht hat, die zeigen welche Unternehmen beschäftigungspflichtig sind und ob und in welchem Ausmaß sie ihre gesetzliche Beschäftigungspflicht erfüllen, werden die Unternehmen in Deutschland vor der Veröffentlichung solcher Informationen geschützt. Auch wurde die Bußgeldpflicht für die Nichtbeschäftigung behinderter Menschen vor einigen Jahren auf Druck der FDP abgeschafft.
Berlin (kobinet)
Der Paritätische Gesamtverband hat am 12. August 2026 den Kabinettsbeschluss zum Ersten Gesetz zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe scharf kritisiert. Der Verband wirft der Bundesregierung vor, die Reform scheitere an der Lebenswirklichkeit von Familien. „Die Regierung verspricht Teilhabe für alle. Herausgekommen ist das Gegenteil“, erklärte Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes. Unterm Strich bleibe eine Verwaltungslogik, die an Akten und Zuständigkeiten orientiert sei und die Inklusion nicht voranbringe.
Berlin (kobinet)
„Kinder, Jugendliche und ihre Familien müssen sich auch in Zukunft darauf verlassen können, die Hilfe zu erhalten, die sie benötigen.Wir müssen dafür sorgen, dass die Kinder- und Jugendhilfe auch künftig ein Garant für ein gutes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen in unserem Land bleibt. Dafür brauchen wir ein Unterstützungs- und Schutzsystem, das leistungsfähig, verlässlich und zugleich finanzierbar ist. Mit dem heute vom Kabinett verabschiedeten Gesetzentwurf gehen wir den ersten Schritt unserer umfassenden Strukturreform. Wir wollen Hilfen einfacher zugänglich machen, Kommunen stärken, Fachkräfte entlasten und unnötige Bürokratie abbauen. Entscheidend ist dabei: Der individuelle Rechtsanspruch auf bedarfsgerechte Hilfen bleibt dabei uneingeschränkt bestehen. Wo ein Bedarf nicht durch ein niedrigschwelliges Angebot gedeckt werden kann, muss und wird die individuell erforderliche Hilfe weiterhin gewährt werden.“ So kommentierte Bundesfamilienministerin Karin Prien den heute am 12. August 2026 vom Bundeskabinett beschlossenen Gesetzentwurf zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe, der vonseiten der Sozial- und Behindertenverbände heftig kritisiert wird.
BERLIN (kobinet)
Aus Anlass des heutigen Kabinettsbeschlusses zum Ersten Gesetz zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe äußert sich Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, wie folgt: „Die Bundesregierung tritt mit dem Anspruch an, die Kinder- und Jugendhilfe endlich zukunftsfest und inklusiv aufzustellen. Davon ist der heutige Kabinettsbeschluss so weit entfernt wie nie zuvor. Die Regierung verspricht Teilhabe für alle. Herausgekommen ist das Gegenteil. Unterm Strich bleibt eine Verwaltungslogik, die an Akten und Zuständigkeiten denkt und an der Lebenswirklichkeit vorbeigeht. Dieses Gesetz überzeugt im Kabinett, aber scheitert im Alltag der Familien.“
Saarbrücken (kobinet)
Angesichts drohender Mehrkosten für Pflegebedürftige fordert der Sozialverband VdK Saarland eine spürbare Entlastung der Betroffenen. Anlässlich der Debatte um die Pflegereform betont die VdK-Landesvorsitzende Dagmar Heib, die Landesregierung könnte kurzfristig für Entlastung sorgen, indem sie die gesetzliche Aufgabe übernimmt, die Investitionskosten zu tragen. Zudem sollte die Ausbildungsumlage, die im Saarland mit 254 Euro monatlich am höchsten ausfällt, aus öffentlichen Mitteln finanziert werden.
BERLIN (kobinet)
Das Bundeskabinett hat heute den Entwurf eines Ersten Gesetzes zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe beschlossen. Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, kritisiert den Entwurf. Er wirft der Bundesregierung vor, ihren eigenen Anspruch, Bürokratie abzubauen, nicht zu erfüllen. Stattdessen zementiere der Entwurf die bestehende Bürokratie und belasse die Spaltung der Zuständigkeiten zwischen Jugend- und Sozialamt. „Anstatt es gerade Eltern und Familien mit Kindern mit Behinderungen einfacher und die Verwaltung smarter zu machen, zementiert dieser Entwurf die Bürokratie“, so Dusel.
Hannover (kobinet)
Zum Beginn des neuen Schuljahres fordert die Lebenshilfe Niedersachsen mehr Transparenz bei der Nichtbeschulung von schulpflichtigen Kindern und Jugendlichen. Anlässlich einer Kleinen Anfrage des CDU-Abgeordneten Christian Fühner im Niedersächsischen Landtag gab die Landesregierung im Juni 2026 an, keine Daten zu nicht oder nur eingeschränkt beschulten Schüler*innen zu haben. Auch zur Dauer solcher Phasen lägen keine Erkenntnisse vor.
Stuttgart (kobinet)
Anlässlich des Tags der Jugend am 12. August 2026 warnt der Paritätische Landesverband Baden-Württemberg vor Plänen, den Rechtsanspruch auf Hilfen für junge Volljährige nach § 41 SGB VIII abzuschwächen. Aktuell werde auf Bundesebene diskutiert, zur früheren Ermessensnorm zurückzukehren und die Nachbetreuung gemäß § 41a SGB VIII zu streichen. Dies würde junge Menschen in einer kritischen Lebensphase benachteiligen, so der Verband.
Halle (kobinet)
Mit einem besorgtem Blick auf die am 6. September 2026 anstehende Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat sich die in Halle wohnende Journalistin Jennifer Sonntag an eine Kolumne erinnert, die sie Anfang 2026 für das Magazin für Endlichkeitskultur „Drunter + Drüber“ zum Schwerpunktthema „Gesellschaft und Tod“ verfasst hat. Nachdem das Magazin der Veröffentlichung ihres Beitrags zugestimmt hat, hat Jennifer Sonntag diese Kolumne nicht zuletzt angesichts der hohen Umfragewerte der AfD den kobinet-nachrichten verbunden mit der Hoffnung, „noch einige Rechtsabbieger aus unseren Reihen irgendwie zurückholen zu können“, zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt.
HANNOVER (kobinet)
Die aktuelle Jugendstudie 2026 zeigt deutlich: Junge Menschen fühlen sich in Deutschland nicht ausreichend beteiligt. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen sieht darin ein Warnsignal und fordert anlässlich des „Tags der Jugend“ am 12. August vor allem die Kommunen und die Landesregierung auf, mehr zu tun, damit sich Jugendliche in den Bereichen Barrierefreiheit, Mobilität, Wohnen und Bildungschancen vor Ort besser gesehen fühlen. Wie diese Studie zeigt, plant jeder fünfte junge Mensch in Deutschlan auszuwandern, um bessere Lebensbedingungen zu haben. Grundsätzlich können sich nach der Jugendstudie diesen Schritt sogar 41 Prozent vorstellen.
BERLIN (kobinet)
Anlässlich des heutigen Internationalen Tages der Jugend betont die Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke (BAG BBW) die Bedeutung junger Menschen mit Behinderung für eine vielfältige und demokratische Gesellschaft. Aktuell werden rund 16.000 junge Menschen mit Behinderungen in 51 Berufsbildungswerken in Deutschland auf ihr Berufsleben vorbereitet.
Staufen (kobinet)
Nicht nur das inzwischen republikweit bekannte Berliner RambaZamba-Theaterkollektiv kann das, Szenen aus dem Leben behinderter Menschen auf die Bühne bringen, Theater von und mit Behinderten. Ein Feature von SWR-Kultur stellt die Arbeit eines Dortmunder Theaterprojekts vor, das wesentlich von behinderten Menschen getragen wird. Berichtet wird von der Probenarbeit des inklusiven Theaterensembles „I can be your translater“. Ein Redakteur hat das Ensemble fünf Monate lang bei den Proben zum aktuellen Stück „Wir hauen jetzt die Bühne kaputt“ begleitet.
Sinnlich erlebbar wird der Mut und der Stolz, womit hier theatermachende behinderte Menschen ins Offene springen. Und los geht es, hier der Link
Hannover (kobinet)
In Niedersachsen leben immer mehr Menschen mit einer Schwerbehinderung. Ende 2025 waren es über 779.000 – ein Anstieg von acht Prozent innerhalb von zwei Jahren. Das zeigen aktuelle Zahlen des Landesamts für Statistik. Betroffen sind nicht nur Ältere, sondern auch etwa 24.000 Kinder und Jugendliche mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50.
Berlin (kobinet)
Die Kritik an der Beschäftigung behinderter Menschen in Werkstätten weit unter dem Mindestlohn und ohne nennenswerte Chancen auf eine Vermittlung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt wird immer lauter. Eine von der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen veröffentlichte Tabelle über die durchschnittlichen monatlichen Arbeitsentgelte inklusive der vom Rehabilitationsträger gezahlten 52 Euro Arbeitsförderungsgeld zeigt für das Jahr 2024 ein monatliches durchschnittliches Arbeitsentgelt von 233 Euro in den deutschen Werkstätten auf. Dabei gibt es zum Teil erhebliche Unterschiede. So betrug im Jahr 2024 beispielsweise in Hamburg das durchschnittliche Arbeitsentgelt 305 Euro, während die werkstattbeschäftigten behinderten Menschen in Schleswig-Holstein nur 178 Euro bekamen. Dieser massive Unterschied wirft eine Reihe von Fragen auf, u.a. auch wie verlässlich die Rückmeldungen der Werkstätten auf die Abfrage sind, bzw. warum sich solch große Unterschiede auftun.
Berlin (kobinet)
Der Sozialverband VdK sieht erhebliche Defizite bei den aktuellen Hitzeschutzkonzepten in Deutschland und hat am 11. August 2026 einen Maßnahmenkatalog vorgelegt. Hitzeschutz sei derzeit Ländersache und führe zu einem uneinheitlichen Flickenteppich aus verschiedenen Ansätzen – von einfachen Hitzetipps auf Stadtwebseiten bis hin zu detaillierten Maßnahmenkatalogen. Eine bundesweite Vereinheitlichung sei dringend notwendig, betont der Verband. Seit April 2026 gebe es nahezu 12.000 hitzebedingte Sterbefälle, was die Dringlichkeit unterstreiche.
Marburg (kobinet)
„Solidarität ist die tragende Säule, ohne die Demokratie in sich zusammenbrechen wird.“ Davon ist der Journalist Franz-Josef Hanke aus Marburg überzeugt. In seinem Beitrag anlässlich der Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, bei denen die AfD mit hohen Umfragewerten ins Rennen geht, fragt er sich, was wir tun können, um der vielen behinderten Menschen angstmachenden Entwicklung entgegenzuwirken.
Berlin (kobinet)
„‚Rechte werden nicht verliehen, sie müssen erstritten werden.‘ Aktivist Uwe Heineker über 50 Jahre Krüppelbewegung“, so lautet der Titel eines Interviews, das Anne Gersdorff mit Uwe Heineker auf der Plattform Die Neue Norm veröffentlicht hat. „Seit 1971 kämpft Uwe Heineker gegen Ausgrenzung und Paternalismus. Im Interview mit Anne Gersdorff spricht er über das Krüppel-Tribunal 1981, die Zynik der Werkstätten für behinderte Menschen und warum er sich von der jungen Bewegung mehr radikalen zivilen Ungehorsam wünscht“, heißt es in der Ankündigung des Interviews.
FREIBURG (kobinet)
Der Förderverein für den Himmelreich-Jakobusweg lädt zusammen mit der Bürgerbewegung für Inklusion Kirchzarten zum Samstag, dem 19. September 2026 zu einer Pilgeretappe für Alle auf der „Breitnauer Sonnenrunde“ ein. Bei der vorgesehenen Wanderung führt die Strecke ab dem Hinterdorf auf dem Himmelreich-Jakobusweg. Dieser Pilgerweg ist einer der wenigen in Deutschland, der neben der Originalstrecke auch ausgeschilderte Alternativrouten für Menschen mit Behinderungen bietet. Die 5,4 km lange Strecke besteht überwiegend aus geteerter Oberfläche und hat eine Steigung von 76 m. Für Rollstuhlfahrende stehen Schiebehilfen, ein montierbarer Vorsatz mit einem Rad (für alle Rollstuhlmodelle geeignet) sowie ein Auto zur Verfügung, das bei Bedarf zum Ausgangspunkt zurückfährt. Die Etappe ist auch für blinde Menschen mit Begleitung machbar.
Berlin (kobinet)
„Echter Schutz vor Diskriminierung – für ein wirksames Gleichbehandlungsgesetz“, sol lautet der Titel einer Petition, die sich an die Mitglieder des Rechtsausschusses und des Ausschusses für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend des Deutschen Bundestages, sowie die Bundestagsabgeordneten richtet und vom Bündnis AGG Reform Jetzt! auf der Petitionsplattform von Campact WE ACT gestartet wurde. Aktueller HIntergrund der Petition ist, dass dem Deutschen Bundestag ein Gesetzentwurf für die Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) der Bundesregierung vorliegt. Dieser bleibet aber weit hinter dem zurück, was Betroffene, Fachverbände und juristische Expert*innen seit Jahren fordern: Ein Gleichbehandlungsgesetz, das seinen Namen verdient.
ERLANGEN (kobinet)
Das Team Wefa Ahorn ist zum dritten Mal in Folge bayerischer Fußballmeister. Beim Landesweiten Fußballturnier 2026 für Menschen mit Behinderungen verteidigte das Meisterteam auf dem Rasen wie bereits in der Halle erneut seine Spitzenposition. Das Turnierfinale fand mit spannenden Wettkämpfen und prominenten Gästen in toller Atmosphäre im unterfränkischen Sand am Main statt. Das Fußballturnier war im Mai, Juni und Juli mit Vorrunden in Ruhmannsfelden, Hammelburg und Ursberg gestartet. Daran hatten rund 35 Teams aus ganz Bayern teilgenommen. Beim Finale des Turniers, also bei der Bayerischen Fußball-Meisterschaft, spielten auf dem Sportgelände vom 1. FC 1920 Sand am Main am 1. August 2026.
Bonn (kobinet)
Zum Internationalen Tag der Jugend, der am 12. August begangen wird, wird weltweit daran erinnert, wie wichtig junge Menschen für unsere Gesellschaft und eine funktionierende Demokratie sind. „Doch nicht alle Kinder und Jugendlichen starten mit den gleichen Voraussetzungen, viele wachsen mit Barrieren auf. Das kann ihnen den Zugang zu Bildung, Freizeit, Mitbestimmung und Gemeinschaft erschweren. Und genau hier setzt die Aktion Mensch an: Wir fördern Projekte, die jungen Menschen Teilhabe ermöglichen. Seit 2003 haben wir dafür schon mehr als 400 Millionen Euro bereitgestellt“, heißt es im aktuellen Newsletter der Aktion Mensch.